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Bei dieser Website handelt es sich um eine zu Anschauungszwecken erstellten und nur in Teilen ausgearbeiteten vorläufigen Testversion des Internetauftritts des RuhrStadt-Netzwerks. Bitte besuchen Sie die Originalseite mit aktuellen und neuen Inhalten unter http://www.ruhrstadt-netzwerk.de. Vielen Dank für Ihr Interesse und viel Freude an der dort entstehenden Community wüscht Ihnen das Team von RuhrStadtMedia.

Der Businessplan RuhrStadt-Netzwerk - Harvard und Soziale Netzwerke

von Peter Krämer am 18.01.2010

Der Businessplan für das RuhrStadt-Netzwerk liegt tonnenweise auf meiner Brust. Die Ideen sind längst aufgeschrieben. Klasse Optionen, finde ich. Was mich am meisten belastet, ist der Finanzplan, eigentlich nicht mein Ding.

Aktuell übersetze ich einige wissenschaftliche Arbeiten der Harvard Business School zu Sozialen Netzwerken. Interessante Ergebnisse dabei: Man wundert sich, warum Menschen so viel Zeit auf diesen Websites verbringen. Was machen die da eigentlich?

Die größte Entdeckung: Bilder! “Menschen lieben es, sich Bilder anzusehen.” Sagt Professor Piskorski. „Das ist das Erfolgsrezept (killer app) aller sozialen Netzwerke. Siebzig Prozent aller Aktionen beziehen sich auf das Ansehen von Bildern oder der Profile anderer Menschen.“ Warum sind Fotos eigentlich so populär? Piskorski nimmt an, dass Leute, die ihre eigenen Bilder posten damit zeigen können, dass es ihnen gut geht und dass sie beliebt sind, ohne damit anzugeben.

Eine andere Anziehungskraft von Fotos (und Sozialen Netzwerken im Allgemeinen) ist, dass sie eine Form des Voyeurismus ermöglichen. Im richtigen Leben gibt es eine strenge Regel gegen überzogene Neugier hinsichtlich des Lebens anderer Menschen. Aber Online ermöglicht "einen sehr  feinen Weg für mich, in Deinem Leben herumzuschnüffeln ohne wirklich Neugierde zu offenbaren“ sagt der Wissenschaftler. „Studenten in Harvard machen das die ganze Zeit. Sie wissen alles über die anderen Studenten, bevor sie sich von Angesicht zu Angesicht treffen. „Ach, Du hattest ein Praktikum in Washington DC im letzten Sommer!“

oder:
Piskorski hat auch tiefe geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Verwendung von Websites herausgefunden. Die wichtigste Nutzungskategorien sind Männer die sich Frauen ansehen, die sie nicht kennen, gefolgt von Männern, die Frauen ansehen, die sie kennen. Frauen sehen sich andere Frauen an, die sie kennen. Insgesamt betreffen zwei Drittel  aller Pageviews Frauen.

oder:
„Es bedarf eines Paradigmenwechsels von Sozial-Milieu zu Sozial-Strategie“ Das Problem ist, dass Manager Online Soziale Netzwerke als Sozial-Milieu ansehen und sie behandeln als wären sie ein anderer Kanal, um Menschen zu veranlassen, durch eine Website zu klicken. So funktioniert es aber nicht. Erst einmal zeigen die Ergebnisse dass Menschen auf Sozialen Netzwerken keine  Werbung durchklicken. "Eine gute Analogie ist es, sich vorzustellen an einem Tisch mit Freunden zu sitzen als ein Fremder sich einen Stuhl heranzieht, sich hinsetzt, und versucht, Ihnen etwas zu verkaufen, während Sie sich mit Ihren Freunden unterhalten. Mit so einer Strategie kommt man nicht weit.“

Eine gute soziale Strategie nutzt im Wesentlichen die gleichen Grundsätze, die ursprünglich Online Soziale Netzwerke attraktiv machten - durch Lösung der sozialen Misserfolge in der Offline-Welt. Unternehmen sollten damit beginnen, dasselbe zu tun und Online Menschen helfen, ihre sozialen Bedürfnisse zu erfüllen.

"Sie (der Fremde) sollten zum Tisch kommen und sagen: "Hier ist ein Produkt, das ich für Sie entwickelt habe. Damit werden Sie alle zu besseren Freunden."

Aha!

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